Die Erfolge der Dresdner Tafel in den letzten 18 Monaten

Datum: 20.11.2016

Die Betriebswirtschaftliche Lage zum 11.05.2015 und Rückblick

Zum 11.05.2015 – dem Tag der Wahl des neuen Vorstands und Beginn des Wettlauf um die Rettung der Dresdner Tafel – hatte der Dresdner Tafel e. V. eine monatliche Kostenunterdeckung in Höhe von 8000,00 EUR und 80.000,00 EUR zur Zahlung fällige Verbindlichkeiten (Schulden).Im Rückblick betrachtet eine für den Dresdner Tafel e. V. bereits mindestens zweimal in der Vergangenheit gewohnte Situation. Denn:

Der Dresdner Tafel e. V. nahm im Rahmen des Kaufs der Immobilie Zwickauer Str. 32 den Betrag von 150.000 EUR zusätzlich als Darlehen auf, um alle bestehenden Schulden zu tilgen.

Da dieser Mehrbetrag nicht ausreichte, die Immobilie für die Nutzungsübernahme zu sanieren, wurde ein weiterer Kredit bei der Bank für Sozialwirtschaft aufgenommen. Dieses Darlehen musste ab dem 11.05.2015 weiter bedient werden und im Oktober 2016 wurde es mit der letzten Rate getilgt.

Im Jahr 2012 benötigte der Dresdner Tafel e. V. erneut ein Darlehen für den Schuldendienst, welches ihm in Höhe von 40.000,00 EUR am 08.08.2012 von einer bekannten Dresdner Person des öffentlichen Lebens aus dessen Erbschaft ermöglicht wurde. Dieses Darlehen war zum 11.05.2015 bereits getilgt.

Bereits am 18.10.2012 wurde mit einem Nachtrag zum o.g. Darlehen vom 08.08.2012 erneut ein Betrag in Höhe von 10.000 EUR erbeten. Dieses Darlehen musste ab dem 11.05.2015 weiter bedient werden und im Mai 2016 wurde es mit der letzten Rate getilgt.

Im Jahr 2013 konnte der Dresdner Tafel e. V. aus der Erbschaft einer Immobilie 114.000 EUR erlösen. Während des Jahres 2013 bis vor dem 11.05.2015 wurde dieser Betrag für den Schuldendienst und notwendige Investitionen SOWIE für drei Darlehen an den damaligen Schatzmeister Alexander Trefalt in einer Gesamthöhe von 9985,00 EUR aufgebraucht. Die Darlehen des Alexander Trefalt sind in der Gesamthöhe offen. Ein Titel gegen Alexander Trefalt liegt vor, allerdings lässt die wirtschaftliche Lage keine Vollstreckung erhoffen.

Die Betriebswirtschaftliche Lage zum 20.11.2016

Der Dresdner Tafel e. V. hat keine zur Zahlung fällige Verbindlichkeiten. Alle erwartbaren laufenden Kosten können innerhalb des Zahlungsziels geleistet werden.Zur Rettung des Dresdner Tafel e. V. wurden sogenannte Teilhafter- bzw. Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt von Privatpersonen aufgenommen. Zum Stand am 20.11.2016 ist noch ein Betrag in Höhe von 15.000 EUR an die Darlehensgeber zurückzuzahlen.

Aus den Überschüssen Einnahmen minus erwartbare Kosten konnten folgende Anschaffungen und Investitionen getätigt werden:

– Einbau großes Lagertor (vorher nicht möglich zu öffnen) mit Maurerarbeiten
– Tiefkühlfahrzeug Mercedes 3,5 t Kastenaufbau (Neufahrzeug)
– Herstellung von fahrbaren Verkaufsregalen aus Holz
– Bodenreinigungsmaschine (Neugerät)
– Tiefkühlaggregat (Neugerät)
– Herstellung Wanddurchbruch in Prohlis

Anzahl der abzuholenden Verkaufsstellen zum 11.05.2015 vs zum 20.11.2016

11.05.2015: regelmäßig zwischen 92 und 100 von montags bis samstags
20.11.2016: regelmäßig zwischen 114 und 123 von montags bis samstags

Anzahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter zum 11.05.2015 vs zum 20.11.2016

11.05.2015: keine AGH (Arbeitsgelegenheiten) vom Jobcenter, nach derzeitigem Kenntnisstand ca. 90 ehrenamtliche Mitarbeiter für mindestens einmal pro Woche für mindestens fünf Stunden. Hinzu kamen Personen, die Sozialstunden ableisten müssen und Praktikanten.
20.11.2016: ohne AGH vom Jobcenter (13 Personen) arbeiten 174 ehrenamtliche Mitarbeiter für mindestens einmal pro Woche für mindestens fünf Stunden. Hinzu kommen Personen, die Sozialstunden ableisten müssen, Praktikanten sowie gelegentliche Helfer, die schnell bei Bedarf zur Gemüse- und Obstsortierung herbeigerufen werden wollen

Anzahl der Tafelausgabestunden zum 11.05.2015 vs zum 20.11.2016

11.05.2015: 26 Ausgabestunden während 14 Tafelausgaben pro Woche montags bis samstags
20.11.2015: 38 Ausgabestunden während 19 Tafelausgaben pro Woche montags bis samstags
sowie 2 Ausgabestunden sonntags (plus 5 Stunden Zubereiten, Kochen, Haltbarmachen in Gemeinschaft)

Anzahl der Abholer zum 11.05.2015 vs zum 20.11.2016

11.05.2015: von ???? bis ???? Personen im Haushalt pro Woche montags bis samstags
(12 Monate im Rückblick)
20.11.2016: von ???? bis ???? Personen im Haushalt pro Woche montags bis samstags
sowie bis zu 100 Personen pro Woche sonntags
(12 Monate im Rückblick)

Menge der eingesammelten und ausgegebenen Lebensmittel zum 11.05.2015 vs zum 20.11.2016

11.05.2015: eingesammelt von ???? bis ???? Tonnen pro Woche | Restebehälter: ??? Stück pro Woche
(12 Monate im Rückblick)
20.11.2016: eingesammelt von ???? bis ???? Tonnen pro Woche | Restebehälter: ??? Stück pro Woche
(12 Monate im Rückblick)

Frisches Gemüse und Obst in die Tafelausgabe – nicht erst am nächsten Tag

Am Hauptobjekt der Dresdner Tafel beginnen heute die Tafelausgaben später mit dem Ziel, bereits das frisch eingetroffene Gemüse und Obst sortiert zu haben und an der Tafelausgabe des Tages der Abholung auszugeben.Die peripheren Ausgabestellen erhalten bis auf Altenberg und Schlottwitz nur noch ein Grundsortiment Gemüse und Obst vom Vortag und werden überwiegend aus den Abholetouren beliefert.

Die Late-Night-Tafel – Eine reguläre Tafelausgabe zu später Stunde – von jungen Menschen für junge Menschen

An jedem Donnerstag und Freitag treffen kurz vor und nach dem Ende der Tafelausgabe zwischen 15:30 Uhr und 17:30 Uhr weitere ehrenamtliche Mitarbeiter ein, darunter viele junge Menschen, und setzen die Sortierung der noch unsortierten Gemüse- und Obstpaletten fort und portionieren von den reichlich vorhandenen Backwaren nach und bestücken die Tafelausgabe der Late-Night-Tafel. Diese geht von 19:30 Uhr bis 20:30 Uhr bzw. in den Wintermonaten von 19:00 Uhr bis 20:00 Uhr. In der Vorlesungszeit der Dresdner Universitäten kommen regelmäßig mehr als 100 Personen zu jeder Late-Night-Tafel, darunter viele Vegetarier und Veganer, die sich als Lebensmittelretter verstehen und sich bei ihrem Eintreffen über leere Kühlschränke eher freuen als ärgern und die auch das unansehnliche Gemüse und Obst mit nach Hause nehmen.In der Zeit vor der Einrichtung der Late-Night-Tafel wurde das Gemüse, Obst und die Backwaren, die heute noch in die Mägen von Menschen gelangen, in die Biogasanlage Schraden entsorgt. Die Einrichtung der Late-Night-Tafel trug und trägt zur Einnahmesteigerung bei und senkte die Entsorgungskosten.

Nach und nach gesellten sich viele ehrenamtliche Mitarbeiter der Late-Night-Tafel zu dem Tafelausgabeteam am Samstag, damit samstags alle Paletten des frischen Gemüse und Obst sortiert werden und die Ausgabezeit um eine Stunde verlängert werden konnte.