Archiv – Mitteilungen, Veranstaltungen

Weihnachtsgeschenke für Kinder (bis einschließlich 9. Klasse)

Wir freuen uns sehr über das Engagement von Freunden der Dresdner Tafel und Unternehmen, die uns darin unterstützen, dass der Weihnachtsmann und seine Wichtel auf unserer Kinderweihnachtsfeier jedem Kind ein Geschenk überreichen können.

Wir bedanken uns bei:

  • Sodexo: Die Geschenke werden bis zum 04. Dezember an den Sodexo Essenausgaben in Schulen und Kitas entgegengenommen. Sodexo bewirbt die Weihnachtsaktion „Ein Weihnachtsgeschenk für jedes Kind“ mit Plakaten und Flyern direkt an den Essenausgaben.
    Ein Weihnachtsgeschenk für jedes Kind (Link zur Webseite)
    Flyer downloaden
  • Hotel Wyndham Garden Dresden: Die Hotelmitarbeiter sammeln gemeinsam mit ihren Hotelgästen Weihnachtsüberraschungen für Kinder.
    Link zur Webseite

 

Herzliche Einladung zu unseren Weihnachtsveranstaltungen

Termine Ort Uhrzeit Veranstalter
23.12.2015 Kinderweihnachtsfeier
(bis einschließlich 9. Klasse)
im ENSO–Gebäude am Hauptbahnhof Dresden
Einlass: 15:30 UhrBeginn: 16:00 UhrEnde: 18:00 Uhr Dresdner Tafel e. V.
16.12.2015 Weihnachtsfeier für Erwachsene
im ENSO–Gebäude am Hauptbahnhof Dresden
Einlass: 17:30 UhrBeginn: 18:00 UhrEnde: 20:00 Uhr Dresdner Tafel e. V.

 

Veröffentlichung eines Offenen Briefes vom 21.10.2015 an Frau Dr. Edith Franke (Gründerin der Dresdner Tafel und 20jährige Vorstandsvorsitzende)

Das Anschreiben:

Liebe Edith,

anbei sende ich dir einen offenen Brief, den wir in Reaktion auf deinen letzten Bildzeitungs-Artikel verfasst und heute öffentlich bekannt gemacht haben.

Versuche bitte, den Inhalt und unsere Positionen zu verstehen.

Wir erhoffen uns von diesem Brief, dass du in Momenten deiner Falschaussagen über die Dresdner Tafel oder handelnde Personen kritische Rückfragen bekommst sowie Personen, um deren Unterstützung du wirbst, dir nahelegen, immer auch die Kooperation mit der Dresdner Tafel zu suchen.

In diesem Sinne soll dein weiteres Engagement gern von großem Erfolg gekrönt sein.

Innige, Herzliche Grüße, in der Hoffnung auf dein Einschwenken,

besonders in Bezug auf die Weihnachtszirkuskarten,

sendet dir Andreas Schönherr

Der offene Brief

Geltung ist eine Droge – und steht Uneigennützigkeit und Gemeinnützigkeit entgegen

Ein offener Brief von Mitgliedern und „Führungskräften“ der Dresdner Tafel an Frau Dr. Edith Franke

Dresden, 21. Oktober 2015

Liebe Edith,
Liebe Frau Dr. Edith Franke,

du hast bis zum Mai 2015 mit einer hohen repräsentativen Energie und Redegewandtheit  nach innen und außen die Dresdner Tafel geführt. Mit dieser hohen repräsentativen Energie und Redegewandheit hast du vermocht, für 20 Jahre an der Spitze eines Verein zu stehen, der (nicht nur zuletzt) nach innen wenig demokratisch oder auch nur in Ansätzen mehrheitlich durch die Mitglieder mitbestimmt wurde.

Deine Initiativkraft, dein Einsatz und dein Engagement waren enorm und deine Motive für alle Mitglieder glaubhaft und ehrlich.

Du warst eine sehr lange Zeit die unumstrittene Vorsitzende und Chefin der Herzen. Dennoch hast du nicht allein die Dresdner Tafel aufgebaut. Das hätte kein Mensch vermocht. An deiner Seite engagierten sich deinem Vorbild folgend in Vollzeit und ehrenamtlich so einige Mitglieder, viele über viele, viele Jahre (inbesondere Dietmar Haase, Roland Bürger, Axel Kuhlmann, Jürgen Steffenhagen, Edith Gottscheu) und einige noch heute (insbesondere Gudrun Lichi, Klauspeter Meyer, Anja Hoke, Kathrin Ruppe, Sabine Günther, Christian Reiche, Dirk Böhme, Elke und Waldemar Semeniuk, Monika Ellmann).

In diesem Monat beantragen wir für 140 Personen, die für die Dresdner Tafel verbindlich mindestens einmal wöchentlich fünf Stunden arbeiten, bei der Bürgerstiftung aus dem Fond „Wir für Sachsen“ die Aufwandsentschädigung für Ehrenamtliche.

140 Ehrenamtliche plus 3 Angestellte arbeiten wöchentlich, davon > 60 Personen drei oder mehr Tage pro Woche, um die Arbeit in der Dresdner Tafel zu wuppen.

Bis auf wenige Ausnahmen sind unsere Mitwirkenden Langzeit-Erwerbslose und erleben bzw. suchen durch die Mitarbeit in der Dresdner Tafel die sogenannte „Teilhabe am Leben in der Gesellschaft durch Arbeit“. Das bedeutet, Arbeit strukturiert die Woche, verleiht Lebenssinn, ermöglicht freundschaftliche, kollegiale oder zweckmäßige soziale Kontakte sowie Verantwortung übernehmen zu können und (mit-)tragende Funktionen innehaben zu können.

Allen Tafelkunden ermöglicht die heutige Dresdner Tafel der Terminologie folgend eine Steigerung der „Teilhabe am Leben in der Gesellschaft durch Konsum“.

Deine Armuts- und Bedürftigkeitsrhetorik der letzten 20 Jahre zwängt(e) die Menschen mit niedrig(st)en Einkommen in die tiefste(n) gesellschaftliche(n) Stufe(n) und hält/hielt sie dort fest bzw. lässt/ließ sie nicht wieder raus.

JA, über Armut und fehlende Teilhabemöglichkeiten muss geredet werden. Das geht aber auch, wenn wir sagen:

Wir wünschen uns, dass Menschen aufgrund ihres Lebensmittelbezugs von der Dresdner Tafel in der Lage sind, ein Mehr an „Teilhabe am Leben in der Gesellschaft“ zu erreichen und sich regelmäßig beispielhaft Sauna- oder Schwimmbadbesuche, Kino oder einen großen Eisbecher leisten können oder zu Verwandten und Freunden reisen können.

Wir verfassen diesen offenen Brief in Reaktion auf deine irreführenden Botschaften, veröffentlicht mit Unterstützung der Bildzeitung, Redaktion Dresden.

Wir müssen dir sagen (dürfen):

Es ist nicht fein, deine Bekanntheit in der von dir gewählten Art einzusetzen.

Du irrst und du verleumdest.
Du handelst nicht ausschließlich im Interesse der Menschen mit niedrig(st)en Einkommen.

Denn:

Mit unserem neuen System der notwendigen Betriebskostenbeteiligung haben wir unsere Tafelgäste befreit!

Befreit vom Allmosenempfang als Ärmste der Armen.

Befreit davon, alles nehmen zu müssen, was ihnen vorgesetzt/rübergeschoben wird, damit sie nicht bei den Austeilern in Mißkredit geraten.

Menschen, die das alte System hingenommen oder genossen haben, wurden jetzt aktiviert, wieder selbst zu denken, eigene Entscheidungen zu treffen.

Wir verteilen die selbe Menge Lebensmittel an mehr Menschen. Zuhause wird weniger weggeworfen.

Bitte, liebe Edith, überdenke dein Fühlen und Handeln. Du bist im Unrecht.

Bereits seit einigen Wochen nehmen die Fragen zu, ob wir auch in diesem Jahr wieder Weihnachtsfeiern veranstalten und ob es wieder Karten für den Weihnachtszirkus geben wird.

Die Fragen zu den Weihnachtsfeiern konnten wir bejahen. Bezüglich der Zirkuskarten erhielten wir keinerlei Reaktion auf unsere Anfrage und Nachfragen.

Natürlich, Edith, steht es dir frei, deine gut gepflegten Kontakte auch außerhalb der Dresdner Tafel zu nutzen, aber:

Unsere Tafelgäste sehnen sich nach den Karten und erwarten, diese in den Tafelausgaben erhalten zu können.

 

Frage dich bitte, um WEN es dir wirklich geht!

 

Aus unserer Sicht spricht natürlich nichts dagegen bzw. es ist sogar sehr wünschenswert, dass auch andere soziale Einrichtungen und Initiativen Zirkuskarten an ihre Gäste ausgeben. Im letzten Jahr hatte die Dresdner Tafel 2000 Karten zur Verfügung. Da dies zu viele Karten für den Zeitraum waren, hatten wir die Anzahl in unserer diesjährigen Anfrage auf 1000 Karten reduziert. Selbst diese Anzahl ließe sich noch gut auf viele Einrichtungen verteilen.

PS: Wir, deine jahrelangen Weggefährten und/oder Nachfolger in der Verantwortungsübernahme sind enttäuscht darüber, dass du ‚unser Engagement für das Fortbestehen der Dresdner Tafel‘ (siehe unten) nicht anerkennen und stützen magst.

Unser Engagement für das Fortbestehen der Dresdner Tafel:
  • die finanzielle Schieflage besteht nicht mehr,
  • die Einnahmen decken die Kosten,
  • die Tafelkunden kommen gern,
    werden nicht länger bevormundet
    und in die Rolle von Almosenempfägern gedrängt
  • die Selbstbedienung der Mitwirkenden wurde gestutzt,
  • die Mitarbeiter zahlen Betriebskostenbeteiligung für Lebensmittel
  • wir haben Entladeverantwortliche, Tagesverantwortliche
    und eine gute Orga und Kommunikation, Transparenz und Mitsprache
  • wir veranstalteten Kinderfest, Zuckertütenfest, Tag der offenen Tür mit Familienfest
    und sind dabei die Weihnachtsfeiern vorzubreiten
  • wir bekommen Spenden und (Hochrisiko-)Darlehen
    und planen die Umwandlung des Lager 2 mit neuem, eigenem Eingang zu einer Nonfood-Warenabgabe
    sowie Investitionen für BHKW und eigene Tiefkühlung/Molkerei-Kühlung/Obst-Kühlung (110m2) im Lager 1